FAQ HEROLD SC

HEROLD SC bekämpft sowohl keimende als auch bereits aufgelaufene Ungräser und Unkräuter in Wintergetreide. Bei Gräsern ist die Wirksamkeit im Vorauflauf (BBCH 00-09) besser als im Nachauflauf (BBCH 10-13). Das trifft insbesondere für den Ackerfuchsschwanz zu. Auf Windhalm-Standorten ist der Anwendungszeitpunkt etwas flexibler, da HEROLD SC auch noch im frühen Nachauflauf des Getreides (BBCH 10-13) eine sehr gute Wirkung gegen Windhalm besitzt.

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HEROLD SC kann im Herbst in Winterweizen, -gerste und -roggen von Vorauflauf (BBCH 00-09) bis zum Dreiblattstadium des Getreides (BBCH 13) sowie in Triticale und Dinkel von Auflaufen (BBCH 10) bis Dreiblattstadium des Getreides (BBCH 13) angewendet werden.

  • Ackerfuchsschwanz:
    0,6 l/ha HEROLD SC in 200–400 l/ha Wasser
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  • Windhalm:
    0,4 l/ha HEROLD SC in 200–400 l/ha Wasser
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Um ihre volle Wirksamkeit zu entfalten, brauchen Bodenherbizide Feuchtigkeit – nicht zu viel und nicht zu wenig. Im Vorauflauf sollten Sie ein Bodenherbizid möglichst kurz nach der Aussaat einsetzen, damit die Restfeuchte des Bodens optimal ausgenutzt wird. Alternativ eignen sich auch Anwendungen nach Taunächten.

Unsere Erfahrungen zeigen: Je länger mit der Applikation nach der Aussaat gewartet wird, desto wahrscheinlicher leidet die Wirksamkeit des Bodenherbizids bzw. von HEROLD SC auf Ungräser.

Grundsätzlich vor Niederschlägen: Kündigt der Wetterbericht Niederschläge an, sollte das Bodenherbizid aus zweierlei Gründen vor dem Niederschlag ausgebracht werden. Erstens wird die Bodenfeuchte durch den Regen optimal genutzt und zweitens ist der Einsatz des Bodenherbizids auf jeden Fall frühzeitig erfolgt, auch wenn das Saatbett wegen anhaltenden Regens in der nächsten Zeit nicht befahren werden kann.
Bei geringen Niederschlägen und einer schnellen Befahrbarkeit der Böden kann eine anschließende Behandlung ebenso angeraten sein.

Bei Starkniederschlägen: Hier besteht die Gefahr, dass das bereits eingesetztes Bodenherbizid verlagert, ausgewaschen oder abgeschwemmt wird. Wird das Bodenherbizid in den Saathorizont verlagert, können die Kulturen aufgrund der höheren Konzentration der Herbizidwirkstoffe in der Keimzone Schaden nehmen.

HEROLD SC ist mit Getreideherbiziden wie z. B. TRINITY®, TRIMMER® WG, BOXER®, AXIAL® 50 und TRAXOS® mischbar. Weiterhin ist HEROLD SC mit AHL (Markenware) bis 30 kg Rein-Stickstoff und im Nachauflauf mit Insektiziden wie z.B. MAVRIK® VITA und LAMDEX® FORTE mischbar. Die Schadschwellen sind zu beachten.

Grundsätzlich gilt: Keine Behandlung vor anstehendem Nachtfrost und nicht auf gefrorenen Boden spritzen. Die Temperatur hat einen Einfluss auf die Wirksamkeit der Herbizide. Bei Frost wird zum einen die Verträglichkeit für die Kultur herabgesetzt und zum andern die Wirksamkeit der Produkte verringert. Bei Temperaturen unter -2 °C können Bodenherbizide mit Diflufenican zu Blattaufhellungen führen oder einen vorrübergehenden Wachstumsstillstand bewirken.

HEROLD SC sollte nur eingesetzt werden, wenn in den folgenden 3-5 Tagen die Tagesminimumtemperatur nicht unter 1 °C liegt.

Schon bei der Bereitung des Saatbettes und der Aussaat stellen Sie die Weichen, dass Bodenherbizide wie HEROLD SC bestmöglich wirken und mit Ihren Kulturen gut verträglich sind.

Achten Sie bitte deshalb auf Folgendes:

  • optimale Einarbeitung von Ernteresten: Stellen Sie sicher, dass Erntereste der Vorfrucht gleichmäßig verteilt und eingearbeitet werden.
  • abgesetztes Saatbett: Sorgen Sie für ein gut abgesetztes, gleichmäßiges Saatbett mit ausreichender Erdbedeckung des Saatgutes.
  • gut eingestellte Saattiefe: Stellen Sie sicher, dass Ihr Saatkorn nicht zu flach liegt. 2-3 cm sind hier optimal. Dadurch läuft die Saat gleichmäßig aus einem Horizont auf und kommt nicht in Kontakt mit Bodenherbiziden.
  • feinkrümelige Bodenbeschaffenheit: Nach der Saatbettbereitung sollte der Boden feinkrümelig sein und ohne große Kluten. Der Grund: Bei der späteren Behandlung mit einem Bodenherbizid treten weniger Spritzschatten auf. Der Boden wird so gleichmäßiger benetzt und die Bodenherbizide wirken über die gesamte Fläche.
  • Fine-Tuning des Saatbetts: Mit einer Walze können Sie größere Kluten brechen und das gesamte Saatbett wird feiner und gleichmäßiger – optimale Bedingungen für die Wirkung von Bodenherbiziden. Die Walze wird nach der Saat, aber vor der Applikation der Bodenherbizide eingesetzt.

Der Einsatz in Winterroggen, -weizen, -gerste, Triticale und Dinkel ist ohne Sorteneinschränkung möglich. Voraussetzung für eine gute Kulturverträglichkeit ist ein feinkrümeliges, gut abgesetztes Saatbett, eine gleichmäßige Saattiefe von 2-3 cm und eine ausreichende Erdbedeckung des Saatgutes.

Unverträglichkeiten bei der Hybrid-Saatgut-Produktion, insbesondere von Roggen, können nicht ausgeschlossen werden, da die einzelnen Mutter- und Vaterlinien erhöhte Sensitivitäten aufweisen können. Den Einsatz von HEROLD SC in der Hybrid-Saatgut-Produktion empfehlen wir daher nicht. Auch in Hybridroggen, der nicht zur Saatgut-Produktion dient, kann es unter ungünstigen Witterungsbedingungen oder ungünstigen ackerbaulichen Bedingungen zu Schäden kommen.

Die empfohlene Wasseraufwandmenge zu HEROLD SC liegt zwischen 200–400 l/ha Wasser.

Nein, bei unseren empfohlenen Aufwandmengen von 0,4 l/ha HEROLD SC gegen den Gemeinen Windhalm bzw. 0,6 l/ha HEROLD SC gegen Ackerfuchsschwanz benötigen Sie keinen Zumischpartner, da mit diesen Aufwandmengen Kamille-Arten sehr gut bis gut bekämpfbar sind. Das Keimblattstadium der Kamillen sollte jedoch zum Zeitpunkt der Anwendung nicht überschritten sein. Nach eigenen Erfahrungen wird Kamille mit einer Vorauflaufbehandlung sicherer erfasst.

Weitere Unkräuter die sehr gut bis gut bekämpfbar sind mit HEROLD SC:
Ackerhellerkraut, Ackerhohlzahn, Ackersenf, Ackerspörgel, Acker-Stiefmütterchen, Ackervergissmeinnicht, Ausfallraps (bis Keimblatt), Ehrenpreis-Arten, Frauenmantel, Gemeiner Erdrauch, Hederich, Hirtentäschelkraut, Kamille-Arten (bis Keimblatt), Klatschmohn, Kletten-Labkraut, Knöterich-Arten, Kreuzkraut, Melde-Arten, Rainkohl, Saatwucherblume, Storchschnabel-Arten, Taubnessel-Arten, Vogelmiere.

HEROLD SC bekämpft Ungräser (Ackerfuchsschwanz, Windhalm, Einjährige Rispe) und Unkräuter (inkl. Kletten-Labkraut) in Wintergetreide. Die Wirkung erfolgt hauptsächlich über den Boden. Der Wirkstoff Flufenacet wird zum größten Teil über die Wurzeln und das Hypokotyl (Keimspross), bei Einsatz im Nachauflauf in geringerem Umfang auch über das Blatt, aufgenommen. Der Wirkstoff Diflufenican wird vom keimenden Spross und von den Wurzeln, beim Einsatz im Nachauflauf auch über die Blätter, aufgenommen. Sowohl Flufenacet als auch Diflufenican bleiben über mehrere Wochen wirksam, so dass auch später keimende Ungräser und Unkräuter gut erfasst werden.

Ja, aufgrund der anhaltenden Dauerwirkung von HEROLD SC ist die Wirkung auf Dikotyle Unkräuter im Vorauflauf genauso gut wie im Nachauflauf. Die Wirkung erfolgt hauptsächlich über den Boden. Der Wirkstoff Flufenacet wird zum größten Teil über die Wurzeln und das Hypokotyl (Keimspross), bei Einsatz im Nachauflauf in geringerem Umfang auch über das Blatt, aufgenommen. Der Wirkstoff Diflufenican wird vom keimenden Spross und von den Wurzeln, beim Einsatz im Nachauflauf auch über die Blätter, aufgenommen.

Auf Ackerfuchsschwanz-Problemstandorten kann HEROLD SC grundsätzlich mit einem Gräserpartner ergänzt werden, um die Leistung auf das Ungras zu verstärken.

  1. Bodenwirkstoffe:
    • Boxer®: kann im Vorauflauf des Getreides (BBCH 00-09) mit einer Aufwandmenge von 3,0 l/ha zugemischt werden. Es ist zugelassen in Winterweizen, -gerste und -roggen.
    • Chlortoluron (z.B. UP CTU 700 SC): kann im Nachauflauf des Getreides (BBCH 10-13) mit einer Aufwandmenge von 1,5 l/ha zugemischt werden. Es ist zugelassen in Winterweizen und -gerste.
  2. Blattwirkstoffe bzw. Sulfonylharnstoffe:
    Bei schwer bekämpfbarem Ackerfuchsschwanz oder sehr hohem Besatz ist eine Spritzfolge aus HEROLD SC im Vorauflauf im Herbst und Blattwirkstoff bzw. Sulfonylharnstoff im Frühjahr sinnvoll.
    Bei späterem Behandlungstermin hat sich die Tankmischung aus HEROLD SC und blattaktivem Partner bewährt.

    • Axial®50: kann im Nachauflauf des Getreides (BBCH 13) mit einer Aufwandmenge von 0,9 l/ha zugemischt werden. Es ist zugelassen in Winterweizen, -gerste, -roggen, Triticale und Dinkel.
    • Traxos®: kann im Nachauflauf des Getreides (BBCH 11-13) mit einer Aufwandmenge von 1,2 l/ha zugemischt werden. Es ist zugelassen in Winterweizen, -roggen, Triticale.

Auf Ackerfuchsschwanz-Problemstandorten kann im Nachauflauf des Getreides (BBCH 10-13) eine Folgebehandlung mit 2,0 l/ha TRINTIY, nach einem Zeitraum von 10-14 Tage nach dem Einsatz von HEROLD SC, erfolgen.

Das aktuelle, durch die Behörde festgesetzte Zulassungsende von HEROLD SC ist der 31.10.2021. Die behördliche Verlängerung der Zulassung wird ca. vier Wochen vor Ablauf des Zulassungsendes erwartet.

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